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Tagungskalender 2006
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Schlüsselfaktor Humanressourcen

 

Österreich hat auch in der Ausstattung mit Humanressourcen für Forschung und Entwicklung in den vergangenen Jahren einen Rückstand aufgeholt. Noch 1998 lag der Anteil der ForscherInnen je 1.000 Beschäftigte mit rund 4,8 deutlich unter dem Durchschnitt der EU. Bis 2002 konnte diese Quote aber auf 6,1 gesteigert werden, was auch dem Mittelwert in der EU entspricht. Auch die Zahl der im Unternehmenssektor in F&E Beschäftigten ist in diesem Zeitraum stark gestiegen: in Vollzeitäquivalenten berechnet von rund 20.400 auf rund 26.700. Dies entspricht einer Zunahme von 3 Prozent. Bemerkenswert ist, dass sich dieses Wachstum vor allem im Bereich des hoch qualifizierten wissenschaftlichen Personals vollzog.

Diese Entwicklungen stellen auch dem österreichischen Bildungssystem insgesamt ein gutes Zeugnis aus. Im internationalen Vergleich zeigen sich neben Stärken aber auch Schwächen des Systems. Zieht man etwa den Bildungsstand der Bevölkerung als Indikator für die Qualität der Humanressourcen eines Landes heran, so ist in Österreich die AkademikerInnenquote mit 5 Prozent (im Jahr 2003) im Vergleich zum OECD-Durchschnitt niedrig. Dabei verzerren aber das in dieser Quote nicht berücksichtigte breite berufsbildende Angebot im Sekundärbereich sowie vorwiegend lange Studiengänge in Österreich diesen Wert nach unten.

Stärken gibt es demgegenüber im Schulbereich: Demnach haben in Österreich 79 Prozent der 25- bis 64-Jährigen einen über die Pflichtschule hinausgehenden Bildungsabschluss, also etwa Lehre oder Matura, im OECD-Schnitt sind es nur 66 Prozent.

Der Output des österreichischen Ausbildungssystems wird aber allein nicht ausreichen, um die Nachfrage zu decken. Wesentlich für die Bewältigung dieser Herausforderung ist die stärkere Einbindung von Frauen in Wissenschaft und Forschung. In den Partizipationsraten von Frauen in Forschung und Entwicklung liegt Österreich noch hinter den europäischen Mittelwerten zurück.

Schließlich geht es auch darum, den Brain-Drain in einen Brain-Gain zu verwandeln. Die Initiative brainpower austria zielt darauf ab, österreichische ForscherInnen im Ausland verstärkt für Forschung in Österreich zu interessieren, ihnen Karriereperspektiven in Österreich aufzuzeigen und sie bei der Vernetzung mit der österreichischen Scientific Community zu unterstützen.

 

Datum: 29.12.2005