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Tagungskalender 2006
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Ergebnisse des Regelungsauschusses

 

90 Delegierte aus allen EU-Mitgliedstaaten, den Kandidatenländern Bulgarien, Rumänien und Kroatien, den EFTA-Ländern Norwegen und Schweiz und den internationalen Organisationen OECD, UN/ECE und UNEP nahmen an der Tagung des Seveso-Ausschusses teil.

Gegenstand der Tagung waren Berichte über Umsetzungsstand, Informationsaustausch und Aktivitäten der EU-Kommission und internationaler Organisationen zu den Richtlinien 96/82/EG und 2003/105/EG (Seveso II). Es handelt sich um einen so genannten Regelungsausschuss nach den Richtlinien 1999/468/EG bzw. 87/373/EWG („Komitologie - Richtlinien“). Der Ausschuss tagt seit 1995 jeweils einmal pro Halbjahr im Land der Ratspräsidentschaft.

In der EU sind ca. 8000 Industriebetriebe von den Seveso - Richtlinien betroffen, in Österreich ca. 150, die meisten sind gewerbliche Betriebsanlagen.

Nach der Seveso II - Richtlinie (benannt nach dem Unfall in Seveso 1976) werden an Betriebe mit bestimmten Mengen an gelagerten oder verwendeten gefährlichen Stoffen (typisch: Flüssiggas, brennbare Flüssigkeiten, Chlor, Ammoniak usw.) besondere Anforderungen gestellt, insbesondere eine dynamische Anpassung an den Stand der Sicherheitstechnik, Einführung von Sicherheitsmanagementsystemen und bestimmte Dokumentationspflichten. Die zuständigen Behörden müssen die Einhaltung der Anforderungen durch spezielle Inspektionen kontrollieren und im Rahmen der Katastrophenschutzplanung und Flächenwidmung auf die besonderen Gefahren Bedacht nehmen sowie Unfälle in den unter die Richtlinie fallenden Betriebe an die EU-Kommission melden.

Am 18.1. fand ein Fachseminar zu Fragen der Klassifizierung von Chemikalien statt, wobei auch auf die bevor stehende Einführung des „Global Harmonized System (GHS)“ für Chemikalien eingegangen wurde. Das GHS ist Voraussetzung für die Umsetzung der REACH -Verordnung für die  Registrierung, Bewertung, Zulassung und Beschränkung chemischer Stoffe. Das GHS wird im Rahmen mehrerer EU-Richtlinien oder - Verordnungen die Einstufung von Chemikalien auf eine neue Basis stellen und wird ferner eine Reihe von Novellierungen der mit der Chemikalieneinstufung verknüpften EU-Richtlinien (auch die Seveso II - Richtlinie) und nationalen Bestimmungen nach sich ziehen.

Am 19.1. fand die eigentliche Sitzung des Regelungsausschusses statt. Dabei wurden Themen wie ausstehende Umsetzungsmaßnahmen, Auslegungsfragen oder Berichte zum Vollzug in den Mitgliedsländern behandelt. Ferner stand das Thema der „security“ im Mittelpunkt von Präsentationen (d.s. terroristische Angriffe auf Seveso - Anlagen).

Am 20.1. wurde die Tagung mit einem Betriebsbesuch bei der EBS in Wien abgeschlossen. Diese Abfallverbrennungsanlage ist zwar kein Seveso - Betrieb, war aber wegen der Einstufung von Abfällen als „gefährliche Stoffe“ ein interessantes Demonstrationsobjekt.

Die Teilnehmer äußerten sich zur Wahl des Themas der Fachtagung und zur Organisation überaus positiv und hoben die Gastfreundschaft in besonderem Maß hervor.

 

Ansprechpartner:
Dipl.Ing.Dr. Michael Struckl
Tel.: +43 (1) 71100-5839
michael.struckl@bmwa.gv.at
http://www.bmwa.gv.at/BMWA/Themen/Unternehmen/Gewerbe/Gewerbetechnik/seveso.htm

 

Datum: 02.02.2006