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Stärkung der Bildung in Europa, Konferenz der Europäischen Bildungsminister/innen

 

16. März, Teil 1 – Plenarsitzung

Der Vorschlag der Kommission zur Errichtung eines europäischen Technologieinstituts

 

Es wird allgemein anerkannt, dass Europa seine Kapazitäten zur Entwicklung und Integration der drei Bestandteile des Wissensdreiecks (Bildung, Forschung und Innovation) stärken muss. Wir müssen die Ergebnisse von Forschung und Entwicklung besser vermarkten und eine kritische Masse in bestimmten hoch entwickelten Wissensgebieten in den Bereichen Bildung und Forschung erreichen. Weiters gilt es, dem Mangel an Innovation und Unternehmenskultur innerhalb von Forschung und Bildung und zugleich dem Mangel an Innovationsbereitschaft in der Wirtschaft, vor allem in Klein- und Mittelbetrieben, entgegenzuwirken.

Der Vorschlag der Kommission versteht sich als Teil der europäischen Antwort auf diese Schwächen und beruht auf folgenden Grundsätzen:

  • Das europäische Technologieinstitut (ETI) sollte bereits bestehende Kompetenzzentren zusammenzuführen, um eine kritische Masse zu erreichen und Synergien zu schaffen, anstatt etwas völlig Neues ins Leben zu rufen. 
  • Es sollte darauf ausgerichtet sein, einen Rahmen für hervorragende Arbeiten auf den neu entstehenden interdisziplinären Gebieten zu schaffen und gleichzeitig Veränderungen in bereits bestehenden Organisationen zu fördern und voranzutreiben.
  • Es sollte ein Markenzeichen des Wissens mit einer starken europäischen Identität sein.

Seine Aufgabe wird darin bestehen, herausragende Bildungs-, Forschungs-, und Innovationsaktivitäten durchzuführen, international die größten Talente anzuziehen, Wissen zu verbreiten und dieses mit Unternehmen und der Gesellschaft zu teilen sowie zur Verbesserung des Managements von Forschung und Innovation beizutragen.

Der Vorschlag der Kommission sieht eine zweistufige Struktur vor: auf der ersten Ebene soll es eine „schlanke“ Verwaltungsstruktur geben, die sich mit der Strategie, dem Budget, der Auswahl und der Evaluierung von Wissensgemeinschaften befassen soll. Den Kern wird ein Verwaltungsrat bilden, der sich aus hochkarätigen Persönlichkeiten aus Wissenschaft und Wirtschaft zusammensetzen wird.

Die zweite Ebene wird aus einer Reihe von Wissensgemeinschaften bestehen, die Bildungs-, Forschungs- und Innovationsaktivitäten in strategischen interdisziplinären Bereichen durchführen, die vom Verwaltungsrat festgelegt werden. Die „Wissensgemeinschaften“ werden Teams (nicht ganze Institutionen) innerhalb der Universitäten, Forschungszentren und Unternehmen in ganz Europa zusammenbringen. Diese werden Personal und Materialressourcen an das ETI abstellen, die dann rechtlich Teil des ETI werden.

Die Kommission schlägt vor, das ETI auf der Grundlage eines eigenen Rechtsinstruments einzurichten. Wenn der Europäische Rat grünes Licht für die Fortführung dieses ehrgeizigen Projekts gibt, sollte die Kommission ihren diesbezüglichen Vorschlag gegen Ende dieses Jahres vorstellen.

Diskussionspunkte:

Hat die Einrichtung eines ETI im Sinne der Mitteilung der Kommission das Potenzial, einen Beitrag zur Behebung der Schwächen Europas im Wissensdreieck von Bildung, Forschung und Innovation zu leisten?

Obwohl eine vollständige Bewertung des Vorschlages erst nach einer ausführlichen Präsentation durch die Kommission im weiteren Verlauf des Jahres erfolgen kann - ist der in der Mitteilung der Kommission skizzierte Ansatz, insbesondere die inhärente Verknüpfung von Bildung, Wirtschaft und Forschung, weitgehend zielführend?

 

Datum: 20.03.2006