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Gesundheit

 

Öffentliche Gesundheit

Gemeinsames Aktionsprogramm öffentliche Gesundheit und Konsumentenschutz:

Erarbeitung einer neuen Strategie für den Gesundheits- und Konsumentenschutzbereich: „Gesündere, sichere und zuversichtlichere BürgerInnen“.

 

Gesundheitsdeterminanten:

  • Diabetes II-Erkrankungen

Das rasante Ansteigen von Neuerkrankungen an Diabetes, insbesondere der Typ-2 Diabetes hat sich zu einem der größten medizinischen und gesundheitspolitischen Probleme entwickelt. Weltweit sind derzeit ungefähr 170 Millionen Menschen an Diabetes erkrankt, wobei eine Verdoppelung dieser Zahl in den nächsten 20 Jahren erwartet wird.

Um die Bedeutung der Erkrankung Diabetes mellitus auch auf EU-Ebene zu unterstreichen, wird Diabetes eines der beiden großen Gesundheitsthemen der EU-Ratspräsidentschaft Österreichs 2006 sein. Im Rahmen einer Diabeteskonferenz in Wien, an der Vertreter aus Politik/Verwaltung, Patientenorganisationen, Ärzteschaft und Pflegeberufen teilnehmen werden, sollen vorrangig in folgenden 4 Bereichen Lösungsvorschläge und mögliche gemeinsame Strategien erarbeitet werden:

  1. Prävention von Herz-Kreislauf-Erkrankungen bei Diabetes

  2. Disease Management – Reduzierung Diabetes- bezogener Komplikationen

  3. Primärprävention von Typ-II Diabetes

  4. Soziale, gesellschaftliche und geschlechtsspezifische Aspekte von Typ-II Diabetes

  • Frauengesundheit

Erst vor kurzem haben ein Drittel der Europäischen Parlamentarier eine Erklärung unterzeichnet, in der u.a. auf die Notwendigkeit der Aufklärung über Endometriose sowie der verstärkten Forschung über das Entstehen dieser Erkrankung hingewiesen wurde.

Auch mit dem Thema Osteoporose hat sich das Europäische Parlament erst jüngst im Rahmen eines Workshops auseinandergesetzt. Zusammen mit kardiovaskulären Erkrankungen und Rauchen/Lungenkrebs bilden diese vier Krankheitsbilder die Schwerpunkte der österreichischen EU-Ratspräsidentschaft im Bereich Frauengesundheit.

Ziel ist es, die Europäische Kommission zur Erstellung eines aktuellen, alle 25 Mitgliedstaaten umfassenden Frauengesundheitsberichtes zu motivieren, den auch das EP erst kürzlich forderte.

Auf nationaler Ebene ist Österreich als eines der ersten europäischen Länder der Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) nachgekommen und hat bereits 1995 einen österreichischen Frauengesundheitsbericht erstellt. Der neue Bericht 2005 umreißt die Veränderungen des letzten Jahrzehnts und künftige Handlungsschwerpunkte, bietet einen aktuellen Überblick aller für Frauen relevanten Gesundheitsdaten, der Rahmenbedingungen frauenspezifischer Gesundheitsversorgung sowie Ansätze einer zielgerichteten Gesundheitsförderung.

  • Erarbeitung einer umfassenden EU-Alkoholstrategie

Aufbauend auf den Schlussfolgerungen des Rates zu einer Gemeinschaftsstrategie zur Minderung der schädlichen Wirkungen des Alkohols.

  • WHO-Rahmenabkommen zur Tabakkontrolle

Nach Abschluss der Verhandlungen zum WHO-Rahmenabkommen zur Tabakkontrolle wird die 1. Vertragsstaatenkonferenz mit den Arbeiten zu Protokollen beginnen.

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Medizinprodukte/Arzneimittel

Medizinprodukte und Arzneimittel spielen im Bereich des Gesundheits- und Sozialschutzes eine bedeutende Rolle. Sie verbessern das Gesundheitsschutzniveau und die Lebensqualität der Bürgerinnen und Bürger. Die Etablierung von einheitlichen, hohen Qualitäts- und Sicherheitskriterien ist nicht nur Basis für das Vertrauen der Bevölkerung in die Gesundheitspolitik der Mitgliedstaaten und der Gemeinschaft, sondern auch Grundlage für die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Pharmaindustrie.

Medizinprodukte

Das seit 1993 bestehende bewährte EU-Regelwerk zu den Medizinprodukten wird im Zuge einer Überprüfung an die neuen Herausforderungen anzupassen sein, wobei auch die notwendige Vereinfachung und Kompilierung von EU-Rechtsakten erfolgen soll.

Advanced Therapies / Tissue Engineering

Der steigende Bedarf an sicheren Ersatzgeweben und -organen macht die Entwicklung neuer Technologien, wie dem „Tissue Engineering“, notwendig. Dabei handelt es sich um die Kultivierung lebender Zellen außerhalb des Körpers. Wenn notwendig werden die entstehenden Regenerate mit biologischen oder synthetischen Komponenten zu so genannten Konstrukten kombiniert und wieder in den Organismus implantiert. Der Vorteil dieser Technologie besteht darin, dass die Implantate vom Immunsystem der Patienten mit großer Wahrscheinlichkeit ohne Abstoßungsreaktionen akzeptiert werden.

Im Zuge der Arbeiten zur Annahme der Richtlinien hinsichtlich Mindeststandards im Bereich Blut/Blutprodukte sowie Geweben und Zellen wurde ersichtlich, dass Tissue Engineering aufgrund der Besonderheiten der Materie einer eigenen Regelung bedarf. Durch den Fortschritt der Biotechnologie in der medizinischen Anwendung ergeben sich Chancen, aber auch Risken für die EU-Bürger/innen. Durch eine Gemeinschaftsregelung soll ein hohes Gesundheitsschutzniveau sichergestellt und ein vernünftiger Rahmen für diesen Sektor zur Weiterentwicklung vorgegeben werden.

Kinderarzneimittel

Der Großteil der am Markt befindlichen Arzneimittel ist nicht für die Verwendung bei Kindern zugelassen, weshalb auch keine Dosierungen für Kinder angegeben sind (es fehlen Ergebnisse von klinischen Prüfungen an Kindern). Ärztinnen und Ärzte sind daher derzeit häufig gezwungen, Arzneimittel für die Verwendung bei Kindern zu verschreiben, für die keine Erfahrungen hinsichtlich Wirksamkeit und Sicherheit bei dieser Patientengruppe vorliegen. Als einen zentralen Punkt sieht der in Verhandlung befindliche Vorschlag vor, dass bei allen Zulassungsanträgen für neue, patentgeschützte Wirkstoffe die Ergebnisse der Studien gemäß einem pädiatrischen Prüfplan vorzulegen und auch in der Produktinformation anzuführen sind. Eine wesentliche Rolle kommt auch dem bei der Europäischen Arzneimittelagentur einzurichtenden „Pädiatrieausschuss“ zu, der für die Prüfung bzw. Billigung der vorgelegten pädiatrischen Prüfkonzepte zuständig ist und in jedem Fall zu prüfen hat, ob ein therapeutischer Nutzen besteht.

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Datum: 28.12.2005