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Außenhandelsbeziehungen


Mit einem Anteil von 20% am weltweiten Warenaustausch ist die Europäische Union der größte Handelsblock der Welt. Sie hat seit ihrer Gründung vor rund 50 Jahren den freien Handel zwischen ihren Mitgliedstaaten verwirklicht und setzt sich vor diesem Hintergrund nachdrücklich für die weltweite Marktöffnung ein. In ihrer Handelspolitik lässt sich die EU vom Regelwerk der Welthandelsorganisation (World Trade Organisation, WTO) leiten, das dem internationalen Handel die nötige Rechtssicherheit und Transparenz bietet, und bemüht sich in diesem Sinne um einen erfolgreichen Abschluss der laufenden Handelsverhandlungen der sogenannten Doha-Runde.

Handelsfragen fallen gemäß Unionsvertrag in die Gemeinschaftskompetenz. Die Europäische Kommission ist hauptverantwortlich für die Umsetzung der Handelsbeziehungen und den Abschluss von Handelsabkommen mit Drittstaaten. In bestimmten Fällen kommt die „gemischte Kompetenz“ zur Anwendung, wenn z.B. ein Abkommen Dienstleistungen, Fragen des geistigen Eigentums oder politische Kooperation im Bereich Justiz und Inneres umfasst. Solche Abkommen werden sowohl von der EU als auch von den einzelnen Mitgliedstaaten unterzeichnet.

Die Handelspolitik der EU geht Hand in Hand mit ihrer Entwicklungspolitik. Im Rahmen des Allgemeinen Präferenzsystems (APS) gewährt die Union  Entwicklungsländern und  im Übergang befindlichen Volkswirtschaften zollfreien oder präferenziellen Zugang zu ihrem  Markt. Die EU hat mit zahlreichen Drittstaaten, darunter, Südafrika und 78 Partnern in Afrika, im Karibischen Raum und im Pazifischen Ozean, neue Handels- und Entwicklungsstrategien ausgearbeitet, um diese Staaten in die Weltwirtschaft zu integrieren. Handelsabkommen mit weiteren regionalen Bündnissen – Mercosur, Golfkooperationsrat, etc. – sind derzeit in Verhandlung.

 

Datum: 19.12.2005