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Die europäische Krise. Ein Klang in Moll?

 

Die Trennlinien innerhalb der Europäischen Union während der Irak-Krise; die Ergebnisse der Abstimmungen über den Verfassungsvertrag; der Streit über den Haushaltsplan der Europäischen Union – das alles sind Symptome einer Krise, in der sich die Union derzeit befindet.

Aber die zentrale Frage lautet: „Was ist das Wesen dieser Krise?“ Sind die bestehenden Probleme und Sorgen vorwiegend ökonomischer Natur, und könnte daher eine Lösung in wirtschaftlichen Begriffen formuliert werden? Oder handelt es sich vielmehr um ein strukturelles politisches Problem, eine Krise der Politik und der Demokratie, und geht es nur darum, Brücken zu bauen, Legitimität wieder herzustellen und über das Wesen der Demokratie nachzudenken? Oder weist die Krise in Europa nicht auf ein viel grundsätzlicheres Problem hin? Haben wir es mit einer Krise der europäischen Kultur zu tun? Mit der Krise einer Gesellschaft, die – wie jene ehrenwerte Salongesellschaft in Musils Mann ohne Eigenschaften – nicht mehr weiß, was Europäer zu sein bedeutet und die nach der einen verbindenden Idee sucht, nach einer intellektuellen Grundlage, von der die europäische Gesellschaft ihre Identität ableiten könnte?

Was ist Europa? Was ist das Wesen der gegenwärtigen Krise? Was sind ihre tieferen Ursachen? Wir werden zuerst diese Fragen beantworten müssen, ehe wir über die Frage debattieren können „Europa quo vadis?“.

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Datum: 22.12.2005